Sonntag, 2. September 2012

Faszinierende Kreaturen

Salvete!

Heute gedenke ich Euch einmal die Augen zu öffnen und ungeahnt mysteriöse Kreaturen vorzustellen, die sich auf unserem Planeten tummeln - von manchen habt Ihr vielleicht gehört, vielleicht sogar schon ein Bild gesehen. Aber im Allgemeinen werden sie im Biologie-Unterricht kaum erwähnt, und dabei existieren sie zum Teil schon Millionen von Jahren länger als unsere Spezies und haben etwas Bekanntheit verdient. Ich finde es einfach immer wieder sagenhaft, von diesen Überlebenskünstlern zu lesen, immer wieder von neuen Arten zu hören, und komme nicht aus dem Staunen, zu welch wunderbarer Vielfalt es die Mutter Natur gebracht hat ;) Viel Spass beim Durchsehen der Bilder! (Ach ja, und falls ich bei den Erläuterungen zu ausschweifend bin oder mich in Fachbegriffen, die Ihr nicht versteht, ergehe, so lasst es mich bitte wissen, fragt auch ungeniert nach. Es liegt dann eben daran, dass die Kenntnis dieser Tiere und ihrer Besonderheiten Teil meines Studiums sind.)

Ich beginne gleich bei einem meiner absoluten Favoriten:

Nautilus, auch "Perlboot" genannt 
 
(Bild und weitere Infos: los angeles times)
Diese Gattung (mit bloss 5 Arten) gehört zu den Cephalopoden (Kopffüssern) und ist mit den fossilen (d. h. ausgestorbenen) Ammoniten verwandt. Die spiralige Schale des Nautilus dient als Auftriebskörper und er besitzt etwa 90 Tentakel. Da er in 50 bis 600 Meter Tiefe im Meer lebt, bekommt man ihn eher selten zu Gesicht...


Bärtierchen (Tardigrada)
 (Bild und weitere Infos: uni stuttgart)
Dieses Wesen wird gerade mal 0.5 Mikrometer bis 1.5 Millimeter gross und kommt praktisch in allen Lebensräumen vor, es überlebt sogar im Weltall, trotz Vakuum und Strahlungen! Es besitzt das kleinste Genom im Tierreich und hat die Fähigkeit zur Kryptobiose, einem Dauerstadium, in dem es den Stoffwechsel komplett einstellt und tonnenförmig einschrumpft. So kann es sogar gefroren werden und ist danach wieder putzmunter!


Strudelwurm (Neoophora)
(Diese und weitere Schönheiten: schnecken und strudelwürmer)
Dank einfacher Pigmentbecheraugen kann dieses kleine Tierchen so etwas wie "sehen". Ganz viele ganz feine Fortsätze an seiner Unterseite, sogenannte Cilien, lassen es vorwärtsgleiten. Es gibt ungefähr 3'000 Strudelwurmarten!

Quastenflosser (Actinistia)
(Bildquelle: die herren der canyons)
Lange galt dieses Wesen als ausgestorben, bis zur Entdeckung auf einem Fischkutter in Südafrika um 1938. Es stellt ein lebendes Fossil dar und ist für die Rekonstruktion der Stammesgeschichte von ungemeiner Bedeutung, da es einen wichtigen Entwicklungsschritt des Lebens, sozusagen eine Etappe auf dem Weg vom Wasser ans Land bezeichnet. Nur zwei Arten von Quastenflossern sind bisher bekannt.


So, genug für heute. Fortsetzung folgt...
Valete!

Kommentare:

  1. Die sehen ja echt cool aus! :D

    Besonders das Bärtierchen :) (SÜßßßß!!!)

    Wir haben auch seit kurzem einen Blog. Freuen uns sehr über Kommentare & Leser...

    Du bist herzlich eingeladen ins Buchlabyrinth!
    Schau doch mal vorbei ;)

    Liebe Grüße :)

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    1. Freut mich, dass meine Tierchen euch gefallen! ;)

      Ich bin auch gleich Leserin auf eurem Blog geworden, den habt ihr echt ansprechend gestaltet! :)

      LG,
      Natascha

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