Sonntag, 9. September 2012

Faszinierende Kreaturen II

Salvete! Seid gegrüsst an diesem wunderschönen Sonntagnachmittag!

Wieder erwarten Euch einige ziemlich bizarre Bilder... Anfangen möchte ich gleich mit zwei Kreaturen, die schon Beine haben, aber doch nicht wirklich. Sie bilden also quasi ein Stadium in der Entwicklung des Landlebens, in dem die Tiere zwar noch grösstenteils vom Wasser abhängig sind, aber sich auch schon problemlos an Land aufhalten können, wenn auch nicht gerade in trockenem Wüstensand... Die Beine sind dabei aber eher "Gehwerkzeuge".

Schlammspringer (Periophthalmus)

(Bild und weitere Infos: tiergarten nürnberg)
Er klettert bei Flut sogar auf Bäume! Der Schlammspringer ist ein amphibisch lebender Fisch. Die hoch angesetzten Augen ermöglichen eine gute Rundumsicht.

Froschfisch (Batrachoidida)

(Bild: stuttgarter zeitung)
Sie sind bodenbewohnende Fische tropischer und subtropischer Regionen des Atlantik, des Indischen Ozeans und des Pazifik. Sie gehen mit den Flossen auf dem Boden. Aber einige Arten können auch stundenlang an Land verweilen.

Asselspinne (Pantopoda)

(Bild: sea spiders)
Sie lebt marin und wird 1 - 75 Zentimeter gross, also eine ziemlich grosse Bandbreite! Vor allem die Beine sind endlooooos lang. Sie sind keine echte Spinnen, das sieht man auch daran, dass ihr Vorderkörper (Prosoma) länger ist als bei Spinnen und der Hinterkörper (Opisthosoma) reduziert.

Schwertschwanz (Xiphosura)

(Bild und Infos: starfish)
Er ist ein "lebendes Fossil", besitzt ein Schild und einen Schwanzstachel. Er ist krebsähnlich, aber kein Krebs. Und aufgepasst - er kann bis zu 85 Zentimeter lang werden!

Seepocke (Balanida)

(Bild und Infos: küstenschule)
Die Seepocken gehören zu den Rankenfüssern und damit zu den Krebsen. Sie sind als Adulte ans Substrat festgewachsen, können sich also nicht mehr bewegen, und leben als Nahrungsfiltrierer.

So, ich hoffe, das hat wieder einen gewissen Eindruck dieser faszinierenden Tierwelt gegeben, die da draussen darauf wartet, von Wissbegierigen entdeckt zu werden... Denn - davon bin ich überzeugt - entdeckt und beschrieben ist bis jetzt erst einen Bruchteil, gerade in den Tiefen der Ozeane werden wohl noch so einige bisher unbekannte Arten herumschwimmen, -kriechen, -watscheln, -robben oder was auch immer.

Valete! Bis zum nächsten Mal!

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