Montag, 30. Juli 2012

FIGUREN II

CIHUACOATL
Bunte Regenbogenboa, Immanis
"Cihuacoatl sah ihr Lächeln so gerne, es war für die Schlange wie ihr persönlicher Sonnenaufgang. Sie züngelte an ihrer Wange, worauf das Mädchen sie ansah und sanft streichelte." - "Sie richtete sich auf und stiess nach dem Tortor, der zwischen den Felsen auftauchte, wobei sie eine kleine Steinlawine auslöste."
 "[Siuakoatl]: "Weibliche Schlange", in der Stadt Colhuacan verehrte Erd- und Muttergöttin. Sie half Quetzalcoatl bei der Erschaffung der ersten Menschen."

Immanes - die "Riesen": Sie haben die Fähigkeit, sich in Riesen verwandeln zu können, also ihre Körpergrösse zu verzehn- bis verzwanzigfachen. Auf Stella Misericors haben die Immanes vor allem eine Schützerfunktion, sie sind das lebendige Schutzschild gegen alles, was die Tiere womöglich bedrohen könnte...

AURORA
Pferd, übernatürlich schnell
"Sie hatte gedacht, jetzt würde sie blind werden, als er ihr seinen Stecken ins Gesicht schlug, doch es war knapp am Auge vorbeigegangen." - "Wenn der Körper auch nicht mithielt - das Laufen half ihrer Seele."
"(Auróra): Bei den Römern die Morgenröte und die Göttin, die sie heraufführt. (Bei den Griechen entspricht sie Eos.)"
 
KHASARPANA
Wanderfalke, Occultator
"Khasarpana glaubte an die Gemeinschaft der Tiere, in ihr steckte die entscheidende Kraft. Eigentlich komisch, dass er so dachte, ausgerechnet er - zum Totlachen."
 ""Der durch die Luft Gleitende". In weisser Farbe sitzt er auf dem Mond über einem doppelten Lotos. Sein Gesicht lächelt, die rechte Hand hält er in der wunschgewährenden Stellung, in der linken hält er einen Lotos."
Occultatores - die Verberger: Sie besitzen unsichtbare Hüllen, die sogenannten Tegimina, in denen sie Tiere tragen können, und sind zudem überdurchschnittlich gross und so stark, dass sie selbst einen Elefanten tragen könnten! Auch schnell sind die Wanderfalken, so schnell, dass sie während einem halben Tag einen Kontinenten überqueren können. Unter ihnen ist auch die Wanderfalkin Semiramis.
GERONIMO
Schabrackenschakal, mit Flügel!
"Geronimos Hundeaugen schauten Shoshana einen Moment prüfend an, dann drehte er sich um, nahm ein paar Sätze Anlauf und hob mühelos ab, während das Tegimen Shoshana umfing."

PILAWA
Emu, Tier-Lexikon-Wissen
"Weisst du, Shoshana, ich bin der grösste einheimische Vogel Australiens und gleiche grob einem Strauss, der jedoch von Afrika kommt und nicht näher mit mir verwandt ist. Willst du hören, wie ich zu Ta-shih-chih in die Sahara kam?"

Mehr Infos und Charakterisierungen der Figuren auf http://www.facebook.com/StellaMisericors

Sonntag, 29. Juli 2012

FIGUREN

Salvete!

Hiermit möchte ich mit der Figuren-Vorstellung beginnen! Dabei werde ich mich auf ein Bild, ein Zitat aus dem Buch und Erläuterungen zu den Namen und zu den lateinischen Begriffen beschränken, genauere Infos gibt es ansonsten auf der facebook-Seite www.facebook.com/StellaMisericors. Und ich möchte auch betonen, dass die Bilder Euch nur einen Eindruck geben sollen, dass Ihr aber beim Lesen des Buches Eurer Fantasie freien Lauf lassen solltet, und Euch so eine ganz eigene Welt aufbauen...

Ich hoffe sehr, dass es Euch Spass macht... wenn Ihr zu irgendwem eine Frage habt, bitte stellt sie mir unverzüglich!

Ich beginne natürlich mit dem Hauptcharakter, der 17-jährigen Shoshana (eine der wenigen menschlichen Figuren):

SHOSHANA
Mensch
"Es gibt einen einzigen Menschen, der euch helfen kann und muss. Er trägt das Mal des Sternes."

DIMITRI
Norwegische Waldkatze
"Er hat mir erzählt, dass ich ein Norwegischer Waldkater bin. Er hat auch gesagt, dass diese besonders stark und mutig und seeeehr selten sind." - "Unser Revier - riesig. Ein ganzer Kontinent, manchmal darüber hinaus."

TA-SHIH-CHIH 
Königsgepard, Communis
"In diesem Augenblick geschah etwas, was in der Gegend doch recht selten vorkam: Es erklang nämlich das kurze, knurrige, raue Lachen eines Gepards zwischen den schneebedeckten Bäumen."
"Auf Chinesisch bedeutet ihr Name "Die Stärkste" - so wird die weibliche Bodhisattva genannt (http://de.wikipedia.org/wiki/Bodhisattva), welche mit der Macht der Liebe das Karma-Gesetz durchbrochen hat und so den Geschöpfen den Ausweg aus dem Geburtenkreislauf eröffnet. Bildliche Darstellungen zeigen sie, wie sie die Seelen in Gestalt von Blüten im himmlischen Paradies empfängt."

BASCHAMUM 
Elch, Communis und spricht Latein
"Scias, quis sis, das solltest du deinen Freunden beibringen, wisse, wer du bist, Mensch. Du kannst gut angeben mit deinen Gütern, die niemand braucht, und deinem Wissen, das du nur zu häufig für schlechte Zwecke einsetzt, und andere unterdrücken, doch du bist ein Winzling gegenüber Natura."
"Altsüdarabischer Gott. Sein Name könnte von arabisch bashãm kommen; dies und ein alter Text, nach dem er zwei Steinböcke heilte, lassen ihn als einen Arztgott erkennen."

Ta-shih-chih und Baschamum bezeichnete ich als Communes - dazu eine kurze Erklärung: Die besonderen Tiere, die als erste nach Stella Misericors gelangten und verschiedene Gaben bekommen haben, können miteinander sprechen über Sermo Silentii - das 'Gespräch der Stille'. Es ist eine Art der Kommunikation, die über die Augen läuft und völlig lautlos geschieht, wie eine Art Gedanken-Sprechen. Die Communes - Lateinisch heisst communis 'gemeinsam' - haben nun die Fähigkeit, dieses Sermo Silentii an andere Tiere, die noch nie in Stella Misericors waren, zu vergeben, damit auch sie mit anderen Tieren sprechen können... (Shoshana ist übrigens der einzige Mensch, der Sermo Silentii kann!!)

So, bald fahre ich mit den nächsten Figuren fort...

Valete!

Freitag, 27. Juli 2012

Latein und Sterne


Salvete!

Bevor ich Euch genaueres über meine Figuren erzähle, möchte ich noch auf ein paar Dinge hinweisen, die man vielleicht als Besonderheiten meines Romans bezeichnen könnte, da sie nicht unbedingt in jedem Fantasy-Buch zu finden sind...
 
Da gibt es diese mystisch anmutenden Ausdrücke wie ‚Wissen und Kraft des Sternes‘ einerseits, und andererseits - das Latein. Letzteres ist allerdings ein Element, das in Fantasy-Büchern immer mal wieder auftaucht (vgl. die 'Harry Potter'-Bücher von J. K. Rowling). Ich nannte meine Figuren nicht Befreier oder Riesen, sondern Liberatores oder Immanes. Der Sinn dahinter ist, dass zum Ausdruck kommt, dass es sich bei der ganzen Geschichte nicht um etwas wirklich Modernes handelt, sondern vielmehr um eine Uralte Kraft. Darum auch die Sterne, die so viel älter sind als es sich ein Mensch vorstellen kann. Astronomen vermuten, dass ein mittlerer Stern wie unsere Sonne ungefähr 10 Milliarden Jahre ‚lebt‘, in denen er sich verändert und altert, während er seinen Brennstoff, den Wasserstoff, langsam aufbraucht, bis er schliesslich in einer Art Explosion, einer Nova bzw. Supernova, zuerst expandiert, um darauf zu einem weissen Sternenzwerg zu schwinden. Sie sagen auch, dass es eine Tatsache ist, dass es nur dank den Novae und Supernovae der Sterne die Atome gibt, aus denen wir Menschen selbst bestehen; das bedeutet, dass wir im Grunde Sternenstaub sind. Weil dies meiner Meinung nach eine so ungeheure, ergreifende Sache ist, die auch zeigt, wie klein und unbedeutend wir eigentlich sind ("The universe is not only queerer than we imagine, it’s queerer then we can imagine", J. B. S. Haldane), habe ich den Stern als Repräsentant für das Universum, für die Natur und für das Ewige ausersehen, um das zu bewirken, was in meinem Roman geschieht, nämlich dass sich die Tiere wehren gegen den Menschen, der seine Position als unbedeutendes Partikel vergessen und sich als kleiner Gott über alle anderen Wesen erhoben hat.

Selbstverständlich ist die Geschichte in dem Sinn modern, dass es ja erst in jüngster Zeit, also in den letzten paar Hundert Jahren, zu einer derartigen Unterdrückung, Vermarktung und Schändung, einem solchen Missbrauch der Tiere gekommen ist. Doch die Kraft, die die Tiere letztendlich aufstehen lässt, die sollte meiner Meinung nach sein wie die Natur, etwas Antikes, Uraltes. Solche Dimensionen: "Die Sonne macht einen kompletten Umlauf in etwa 200 Millionen Jahren: dies ist ein 'galaktisches Jahr'. Vor 1 galaktischen Jahr war die Erde von Dinosauriern bevölkert." (H. Reeves)

Jetzt zurück zum Latein: Das Latein ist wohl unbestritten eine der ältesten und bedeutendsten Sprachen, die es je auf der Erde gab. Einerseits war es die Muttersprache der Römer. "Diese Funktion hatte die Sprache für ein gutes Jahrtausend. Sie wurde Trägerin einer Kultur, die in gewisser Weise alles, was vorher gewesen war, übertraf und nach zwei Jahrtausenden noch immer viele von uns fasziniert." (T. Janson) Allerdings muss man in diesem Zusammenhang auch das Griechische nennen, das eindeutig der Vorreiter der lateinischen Literatur war... Darum brachte ich das Latein in meinen Roman hinein: Es ist ein Symbol für die Antike, ein doch eher frühes Stadium des neuesten Abschnittes der menschlichen Geschichte, in dem der Mensch schon die Erde und den Himmel zu erforschen suchte. "Man kann die meisten unserer europäischen Einrichtungen, Denkmuster und Kulturtraditionen immerhin auf Rom zurückführen. Wir haben immer eine Verbindung zur Antike, ob wir es wollen oder nicht, und diesen Teil unseres Erbes können wir vor allem mit Hilfe der lateinischen Sprache untersuchen." (T. Janson) Das Latein hatte weitgreifend in das Neuste aller Zeitalter gewirkt: "Vor einigen Jahrhunderten war Latein die Sprache der siegreichen christlichen Religion, und diese Stellung behielt es sehr lange inne. Allmählich wurden Religion und Kirche jedoch weniger dominierend, und eine neue Tradition des Denkens, der Literatur und der Wissenschaft entwickelte sich, die von dem ausging, was im Altertum auf Latein geschrieben worden war. Anfänglich war das Lateinische nahezu die einzige Sprache in dieser Tradition, doch nach und nach gingen die Autoren auf die neuen Nationalsprachen über, zunächst in der Literatur, viel später dann in der Philosophie und in den immer zahlreicher werdenden Wissenschaften." Doch das bedeutet nicht, dass das Latein unterging: "Die nützlichen Wörter – und das waren viele – wurden in die neuen Sprachen übernommen. Ihre Zahl wächst noch immer, und man findet sie in den meisten europäischen Sprachen sowie in vielen Sprachen in anderen Teilen der Welt."

Vielleicht sollte ich Euch etwas mehr über die Vergangenheit von Stella Misericors erzählen: Mein Gedanke war, dass diese Welt früher analog zu unserer Welt gewesen war, sehr ähnlich ausgesehen hatte, dass es dort auch eine Rasse gab, die alle anderen beherrschte und die mit den anderen Lebewesen tat, was sie wollte. Sie gingen jedoch zu weit in ihrem Eifer, gerieten in Streit und in Kriege, wie unsere Erde sie auch gesehen hatte. Doch in Stella Misericors kam es zu einem gewaltigen, alle einbeziehenden Weltkrieg, und die überlegenste Rasse brachte schliesslich den Untergang über Stella Misericors. Durch die Kraft des Sternes überschwemmte ein Sumpf den ganzen Planeten, um das schreckliche Leid, Mord und Totschlag verschwinden zu lassen. Diese Aktion war im Grunde ein Akt der Barmherzigkeit, ein Notschlag, um die Tiere unter den Bewohnern und auch die Menschenartigen zu erlösen, in der Hoffnung, im Tod entflöhen sie dem psychischen wie physischen Schmerz. Darum hiess die Welt fortan ‚der Barmherzige Stern‘.

Natürlich stelle ich die Situation der fremden Welt in meinem Roman dar als Synonym für einen möglichen Ausgang unserer eigenen Welt, vielleicht möchte ich die Menschen unseres Planeten sogar direkt warnen, da so grosses Leid, welches es auf Erden gibt, nicht für immer weiter verschuldet werden und auch nicht ewig ungerächt bleiben kann. Und damit meine ich nicht nur das Leid der Tiere, sondern auch das der Menschen, denn, und dies möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, ich bin keineswegs menschenfeindlich, nur allgemein skeptisch gegenüber Menschen und ich hasse alle, die andere Lebewesen ohne einen triftigen Grund und in voller Absicht psychisch foltern, ihnen Schmerzen zufügen oder sie töten. 

Ich weiss aber, dass es viele gute Menschen gibt, Menschen, die mir zustimmen werden in der Aufforderung, dass wir endlich alle gemeinsam aufwachen und helfen sollten.

Es gab und gibt immer noch unzählige schreckliche Kämpfe und Schlachten auf unserem Planeten, so wie sich auch schon zahlreiche Umweltkatastrophen ereigneten. Was, wenn es plötzlich eine riesige, gigantische Katastrophe ‚natürlicher‘ Ursache geben würde, die alles Leben auslöschen und unsere Welt mit einem Schlag völlig deformieren würde? – Ja, genau das geschah in Stella Misericors. Und denkbar wäre es! Es gab mutmasslich schon einmal einen verheerenden Meteoriten-Einschlag vor ungefähr 65 Millionen Jahren… Nur war dies damals nicht eine Bestrafung von irgendjemandem. Oder doch?


Valete!

Zeichnungen

Salvete!

Heute wollte ich Euch mal eine genauere Vorstellung geben von all den Fantasy-Wesen und der Fantasy-Insel, die ich gestern erwähnt habe. Ich hatte mir nämlich das, was ich im Buch zu beschreiben im Begriff war, oft aufgezeichnet, da dies die Sache immens erleichtert. Allgemein, was man kennt, was man sieht, was man hört, darüber lässt sich auch am besten schreiben. Vielfach wurde mir erst beim Zeichnen klar, was eigentlich das Wesentliche an einer Figur war, die Striche, die ich dick aufmalte, musste ich bloss noch in prägnante, exakt auf die Sache abzielende Worte übersetzen... Daher hier einige Eindrücke:

Die Fantasy-Insel:
Darf ich vorstellen: STELLA MISERICORS - Der barmherzige Stern. Erkennt Ihr den Fluss, der sich von der einen Ecke der sternförmigen Insel erstreckt bis zum See? Das Gebirge, aus grauem Gestein? Den Wald, die Wüste, das riesige Schneefeld? Auf dem ganzen Planeten jener fremden Welt ist ausser dieser überschaubaren Insel kein Flecken bewohnbaren Landes zu finden, denn alles andere ist Sumpf - ja, das grau-schwarze Zeug auf dem Bild oben. Der Sumpf - genannt Palus (Lateinisch) - verschlingt alles, was sich auf seine Oberfläche wagt. Ist es also nicht ein Wunder der Natur, dass dieser Stern sich dem Sumpf widersetzt hat, oder noch vielmehr, dass sich auf so engem Raum die gegensätzlichsten Lebensräume befinden? Es scheint alles vorbereitet für die Tiere, die aus unserer Welt, die ich übrigens Iniusta (die Ungerechte) nenne, dorthin übersiedeln, denn sie stammen auch aus verschiedensten Gebieten der Erde.

Nun die Porta Harenae:

Dazu bedarf es wohl einiger Erklärungen: Um das Geheimnis (oder eines der vielen Geheimnisse...) zu lüften: Es gibt zwischen unserer Welt Iniusta und der Welt Stella Misericors ein paar wenige Verbindungen, eine Art Brücke von der einen in die andere Dimension, und diese führen durch die Tore - Portae. Für die Tiere gibt es fünf Elemente: Luft, Wasser, Schnee/Eis, Wald/Gras und Sand/Stein. Für jedes dieser Elemente gibt es ein Tor. Oben habe ich wie gesagt die Porta Harenae, also das Tor des Sandes/Steines abgebildet. In der ersten Zeichnung ist es die "Version", die in Iniusta zu finden ist - und zwar mitten in der Sahara! Sie wird aus zwei Palmen gebildet, die in zwei, drei Metern Höhe zusammengewachsen sind, und befindet sich unmittelbar vor einem grossen Felsen, wodurch auch normalerweise niemand auf die Idee kommt, dass man da hindurchgehen könnte... Die untere Skizze zeigt die Porta Harenae, wie sie auf Stella Misericors aussieht, sie steht nämlich am Rande der grossen Sandwüste, ganz nah am Herzen der Insel. Durch sie hindurch erblickt man einige Tiere um den Lapis - einen abgeflachten, massiven grauen Stein mitten auf einem runden Platz, der als zentraler Versammlungsort der Tiere dient, da hier alle "Klimazonen" zusammenfliessen.

Die Sumpfwesen - Heredes:
Letztes Mal erwähnte ich die dinosaurierähnlichen Gestalten, die sich im Laufe der Geschichte als Sumpfbewohner auf Stella Misericors entpuppen - damit wäre ein weiteres Geheimnis gelüftet. Der Planet ist also doch nicht so unbewohnt, wie es die Tiere zu Beginn angenommen haben... Eines Tages steht plötzlich ein Heres vor ihnen, und sie staunen nicht schlecht, als sie erkennen, dass er aus dem vermeintlich leblosen Palus gekommen ist! Leider können sie nicht wirklich mit diesen Wesen kommunizieren, was später zu einigen Problemen führen wird...

Noch mehr Quadrupedes: Sie sind huftierartige Pflanzenfresser. (Am Himmel sind die fünf Sonnen von Stella Misericors skizziert, alle verschieden gross und verschieden hell. Der kleinste von ihnen, der auch nachts am Himmel steht, heisst Sidus.)

Und noch drei Tortores: Sie dagegen sind ziemlich gefährliche und leicht zu verstimmende Räuber...

Zum Schluss möchte ich gerne noch jene Zeichnung präsentieren, die als Vorlage für das Buchcover genommen wurde:
Valete!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Fantasien

In erster Linie ist mein Buch trotz all der menschenkritischen und moralischen Aspekte aber eines, nämlich Fantasy.

Was ist Fantasy überhaupt?

Diese Frage habe ich mir gestellt in meiner Matura-Arbeit, bevor ich zu schreiben begonnen habe. Ich habe die berühmten Fantasybücher "Der kleine Hobbit" von J. R. R. Tolkien, "Märchenmond" von W. und H. Hohlbein, "Das wandelnde Schloss" von D. W. Jones und "Der goldene Kompass" von P. Pullman eingehend analysiert und bin schliesslich zur folgenden Definition von Fantasy gekommen:

"Fantasy basiert immerzu auf einer neuen, andersartigen Welt, einem tapferen Helden, der aus seiner Alltagswelt (die auch schon von unserer verschieden sein kann, aber nicht muss) in diese neue Welt loszieht, und dem Bösen, das für gewöhnlich bezwungen werden muss und das der Geschichte so Spannung oder vielleicht den ganzen Sinn verleiht. Mit dabei ist zudem Ausgefallenes, häufig Zauberei, seltsame, fremdartige Geschöpfe, besondere Orte… Eine Geschichte mit Händen und Füssen braucht der Fantasy-Roman, eventuell eine Befreiungsaktion, eine Schatzsuche oder dergleichen, vielleicht sehr komplex mit einem ‚Problem‘ dieser neuen Welt, das gelöst werden will etc. Als Grundlage der Geschichten fungiert oft auch eine verhängnisvolle Vorgeschichte.
Repräsentativ für die Fantasy ist sicherlich auch die freie Wahl: Sie muss keinen Bezug zur Geschichte der ‚wirklichen Welt‘ haben, spielt sogar normalerweise ausserhalb unserer Zeit. Fantasy kennt keine Grenzen des Möglichen, darf also sprechende Tiere, Monster, Drachen, Gebirge bis zum Mond, Regenbogenleitern, eine Stadt mitten im Himmel, ein neues Elementarteilchen oder Wesen, die weder tot, noch lebendig sind, beinhalten oder ein Haus, dessen Türen an die unterschiedlichsten Orte führen… Die Geschichte darf eine Reise sein oder aber fast nur an einem einzigen Ort der neuen Welt spielen. Es dürfen beliebige Namen und Sprachen vorkommen und die Figuren können völlig neuartige Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen.
Somit ist der wichtigste Grundzug der Fantasy: Dem Autor steht ausser ein paar grundlegenden, fixen Punkten, die unbedingt vorkommen sollten, alles völlig frei!"

 Wie ich es liebe! Diese völlige Freiheit! Ich glaube, anders könnte ich nicht schreiben, es ist doch gerade das Schöne an der Schriftstellerei, dass man seine ganz eigene Welt erfinden und ihr Leben einhauchen kann. Man erschafft dabei die Umwelt, die Gebäude, den Spielraum, kreiert ein paar Figuren, so wie sie einem gerade vorschweben, wie sie einem vielleicht im Traum erschienen sind, und dann, ganz plötzlich, beginnt sich alles von alleine zu entwickeln und zu wachsen. Das ist der Augenblick, wo man nur noch Bericht erstattet über das, was geschieht, wo man gespannt verfolgt, was die verschiedenen Charakteren wohl als nächstes im Sinn haben... ;) Natürlich sollte man den roten Faden nicht aus den Augen verlieren, vielleicht da und dort noch kurz lenkend eingreifen, ein paar Hints setzen, aber doch sollte man die Geschichte leben lassen.

Meine Fantasy-Welt möchte ich Euch jetzt noch genauer vorstellen: Ich liste mal auf, was mir in den Sinn kommt:
Welches sind Fantasy-Figuren? Wie sehen sie aus?
Eigentlich sind fast alles Tiere: Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien. In der ‚neuen‘ Welt gibt es die Heredes, die ein wenig wie Dinosaurier aussehen.

Was können die Fantasy-Figuren? Welche besonderen Eigenschaften haben sie?
Es gibt Schakale, die fliegen können, Kamele, die über Wasser gehen können, Tiere, die unglaublich schnell laufen, fliegen oder hüpfen können, ein Tier, das lesen, ein anderes, das Latein sprechen und verstehen kann, und eines, das alle Rassen der Tiere (nach menschlicher Definition) kennt. Ausserdem gibt es die Communes, Occultatores, Liberatores, Immanes und Gestatores Elementi, welche alle ihre besonderen Fähigkeiten besitzen.
Welches sind Fantasy-Orte/Landschaften?
Die Fantasy-Welt besteht aus einem riesigen, alles verschlingenden Sumpf, dem Lebensraum der Heredes, und der sternförmigen Insel, auf der es etwas Grasland und Wald, eine Wüste, ein Gebirge, eine Schneewüste, einen See und einen Fluss gibt: Ein Wunder der Natur.
Welches sind Fantasy-Sprachen?
Das Latein, welches aber nur zwei Tiere richtig beherrschen, und die Sprache des Sermo Silentii, welche alle Tiere verstehen; allerdings können die ‚normalen‘ Tiere, welche keine besonderen Kräfte oder Eigenschaften haben, nur Sermo Silentii mit der eigenen Tierart bzw. verstehen Sermo Silentii nur, wenn es von Artgenossen gesprochen wird.
Was sind Fantasy-Namen?
Meine Namen habe ich kunterbunt zusammengemischt: Viele Begriffe sind lateinisch und somit immerzu auch beschreibende Namen, aber die Tiernamen sind solche von römischen, griechischen, ägyptischen, chinesischen Göttern und Gottheiten weiterer Kulturen. Zumeist passt die jeweilige Gottheit zum Tier in irgendeiner Hinsicht. Nur wenige Namen sind gewöhnlich, wie Anshi oder Lily. Auch die Menschennamen sind normal.

So, ich hoffe, jetzt wisst Ihr etwas besser, woran Ihr seid. ;)