Sonntag, 23. September 2012

Faszinierende... Menschenartige

Salvete!

Gerade vorhin kam mir die Idee, dass ich eigentlich das Thema meiner letzten Bio-Vorlesung hier auf meinem Blog aufnehmen könnte, das wäre nämlich: Anthropologie - die Menschenartigen, sprich "Hominini". Eine Unterfamilie der Menschenaffen. Zu den Hominini gehören neben der Gattung "Homo" auch die Arten der Gattungen "Australopithecus" und "Paranthropus" und vermutlich noch weiterer Gattungen. Im Folgenden möchte ich Euch mit allzu viel Theorie verschonen und dafür mit einer Bildfolge die Entwicklung der heutigen menschlichen Art aufzeigen... Die Bilder stammen alle aus einer ansprechend gestalteten Übersicht auf geo.de (link: geo - hominini). Da findet man nicht nur sehr interessante und verständlich beschriebene Infos, sondern man kann die Modelle der Hominini auch mit der Maus bewegen und die Animationen so von allen Seiten anschauen.

Australopithecus afarensis, Ostafrika, vor 3,9 bis 3 Mio. Jahren

Australopithecus africanus, Südafrika, vor mehr als 3 bis 2,3 Mio. Jahren

 Paranthropus boisei, Ostafrika, lebte vor 2,1 bis 1,1 Mio. Jahren

Homo rudolfensis, Ostafrika, vor 2,5 bis 1,8 Mio. Jahren

Homo habilis, Ostafrika, vor 2,1 bis 1,6 Mio. Jahren

Homo erectus, Afrika und Asien, vor 1,8 Mio. bis 40000 Jahren
  
Homo neanderthalensis, Europa und Vorderasien, vor 200000 bis 27000 Jahren

Fazit: Im Grunde sind wir Afrikanische Menschenaffen. Cool, nicht? Vielleicht sollten wir uns einmal etwas weniger wichtig nehmen, denn im Vergleich zum Alter des Universums (ca. 13,7 Milliarden Jahre) oder des Lebens auf diesem Planeten (ca. 3,5 Milliarden Jahre) sind wir erst seit einem sehr sehr kurzen Augenblick auf der Bildfläche erschienen.

Valete!

Sonntag, 16. September 2012

Wolkenkratzer

Gross, riesig, gen Himmel
strebt der Wolkenkratzer,
von langer Hand geplant, gemessen,
berechnet und abgesegnet,
noch länger gebaut, besorgt beobachtet,
herbeigesehnt - und endlich vollendet.

Das kleine Dorf, das wächst,
Haus an Haus reiht sich,
Jahr für Jahr wandelt es sich,
Aufruhr, Streitigkeiten,
Freudenfeste, Hochzeiten,
auch heute lebt die Geschichte weiter.

Und der Wald daneben,
der war mal ne Wiese,
karg und sonnenüberflutet,
bis die ersten zarten Bäume
Wurzeln darin schlugen und wuchsen
zu stattlichen Riesen, Schatten spendend.


In diesen Zeiten mag die Welt gut erscheinen.


Und plötzlich - ein Flugzeugabsturz,
ein Bombenanschlag, ein Brand -
in Trümmern der Wolkenkratzer,
das Dorf liegt zerstört,
die Bäume in Flammen.
Nur eins bleibt zurück - Asche und Rauch.

Was Monate, Jahre, Generationen braucht
um zu entstehen, zu wachsen,
ist innert Sekunden zerbrochen.


Jedes Lebewesen braucht Zeit
um grosszuwerden, zu spielen, zu lernen,
zu schmecken, zu spüren, zu sehen, zu hören.
Lange Zeit, bis es so gross wird -
doch es zu töten dauert einen kurzen Moment,
einen Augenblick, einen Wimpernschlag.

Warum bloss, warum ist das so?
Warum ist das Zerstören
so viel einfacher als das Bauen,
warum ist das Böse 
so viel stärker als das Gute?



Sonntag, 9. September 2012

Faszinierende Kreaturen II

Salvete! Seid gegrüsst an diesem wunderschönen Sonntagnachmittag!

Wieder erwarten Euch einige ziemlich bizarre Bilder... Anfangen möchte ich gleich mit zwei Kreaturen, die schon Beine haben, aber doch nicht wirklich. Sie bilden also quasi ein Stadium in der Entwicklung des Landlebens, in dem die Tiere zwar noch grösstenteils vom Wasser abhängig sind, aber sich auch schon problemlos an Land aufhalten können, wenn auch nicht gerade in trockenem Wüstensand... Die Beine sind dabei aber eher "Gehwerkzeuge".

Schlammspringer (Periophthalmus)

(Bild und weitere Infos: tiergarten nürnberg)
Er klettert bei Flut sogar auf Bäume! Der Schlammspringer ist ein amphibisch lebender Fisch. Die hoch angesetzten Augen ermöglichen eine gute Rundumsicht.

Froschfisch (Batrachoidida)

(Bild: stuttgarter zeitung)
Sie sind bodenbewohnende Fische tropischer und subtropischer Regionen des Atlantik, des Indischen Ozeans und des Pazifik. Sie gehen mit den Flossen auf dem Boden. Aber einige Arten können auch stundenlang an Land verweilen.

Asselspinne (Pantopoda)

(Bild: sea spiders)
Sie lebt marin und wird 1 - 75 Zentimeter gross, also eine ziemlich grosse Bandbreite! Vor allem die Beine sind endlooooos lang. Sie sind keine echte Spinnen, das sieht man auch daran, dass ihr Vorderkörper (Prosoma) länger ist als bei Spinnen und der Hinterkörper (Opisthosoma) reduziert.

Schwertschwanz (Xiphosura)

(Bild und Infos: starfish)
Er ist ein "lebendes Fossil", besitzt ein Schild und einen Schwanzstachel. Er ist krebsähnlich, aber kein Krebs. Und aufgepasst - er kann bis zu 85 Zentimeter lang werden!

Seepocke (Balanida)

(Bild und Infos: küstenschule)
Die Seepocken gehören zu den Rankenfüssern und damit zu den Krebsen. Sie sind als Adulte ans Substrat festgewachsen, können sich also nicht mehr bewegen, und leben als Nahrungsfiltrierer.

So, ich hoffe, das hat wieder einen gewissen Eindruck dieser faszinierenden Tierwelt gegeben, die da draussen darauf wartet, von Wissbegierigen entdeckt zu werden... Denn - davon bin ich überzeugt - entdeckt und beschrieben ist bis jetzt erst einen Bruchteil, gerade in den Tiefen der Ozeane werden wohl noch so einige bisher unbekannte Arten herumschwimmen, -kriechen, -watscheln, -robben oder was auch immer.

Valete! Bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 2. September 2012

Faszinierende Kreaturen

Salvete!

Heute gedenke ich Euch einmal die Augen zu öffnen und ungeahnt mysteriöse Kreaturen vorzustellen, die sich auf unserem Planeten tummeln - von manchen habt Ihr vielleicht gehört, vielleicht sogar schon ein Bild gesehen. Aber im Allgemeinen werden sie im Biologie-Unterricht kaum erwähnt, und dabei existieren sie zum Teil schon Millionen von Jahren länger als unsere Spezies und haben etwas Bekanntheit verdient. Ich finde es einfach immer wieder sagenhaft, von diesen Überlebenskünstlern zu lesen, immer wieder von neuen Arten zu hören, und komme nicht aus dem Staunen, zu welch wunderbarer Vielfalt es die Mutter Natur gebracht hat ;) Viel Spass beim Durchsehen der Bilder! (Ach ja, und falls ich bei den Erläuterungen zu ausschweifend bin oder mich in Fachbegriffen, die Ihr nicht versteht, ergehe, so lasst es mich bitte wissen, fragt auch ungeniert nach. Es liegt dann eben daran, dass die Kenntnis dieser Tiere und ihrer Besonderheiten Teil meines Studiums sind.)

Ich beginne gleich bei einem meiner absoluten Favoriten:

Nautilus, auch "Perlboot" genannt 
 
(Bild und weitere Infos: los angeles times)
Diese Gattung (mit bloss 5 Arten) gehört zu den Cephalopoden (Kopffüssern) und ist mit den fossilen (d. h. ausgestorbenen) Ammoniten verwandt. Die spiralige Schale des Nautilus dient als Auftriebskörper und er besitzt etwa 90 Tentakel. Da er in 50 bis 600 Meter Tiefe im Meer lebt, bekommt man ihn eher selten zu Gesicht...


Bärtierchen (Tardigrada)
 (Bild und weitere Infos: uni stuttgart)
Dieses Wesen wird gerade mal 0.5 Mikrometer bis 1.5 Millimeter gross und kommt praktisch in allen Lebensräumen vor, es überlebt sogar im Weltall, trotz Vakuum und Strahlungen! Es besitzt das kleinste Genom im Tierreich und hat die Fähigkeit zur Kryptobiose, einem Dauerstadium, in dem es den Stoffwechsel komplett einstellt und tonnenförmig einschrumpft. So kann es sogar gefroren werden und ist danach wieder putzmunter!


Strudelwurm (Neoophora)
(Diese und weitere Schönheiten: schnecken und strudelwürmer)
Dank einfacher Pigmentbecheraugen kann dieses kleine Tierchen so etwas wie "sehen". Ganz viele ganz feine Fortsätze an seiner Unterseite, sogenannte Cilien, lassen es vorwärtsgleiten. Es gibt ungefähr 3'000 Strudelwurmarten!

Quastenflosser (Actinistia)
(Bildquelle: die herren der canyons)
Lange galt dieses Wesen als ausgestorben, bis zur Entdeckung auf einem Fischkutter in Südafrika um 1938. Es stellt ein lebendes Fossil dar und ist für die Rekonstruktion der Stammesgeschichte von ungemeiner Bedeutung, da es einen wichtigen Entwicklungsschritt des Lebens, sozusagen eine Etappe auf dem Weg vom Wasser ans Land bezeichnet. Nur zwei Arten von Quastenflossern sind bisher bekannt.


So, genug für heute. Fortsetzung folgt...
Valete!

Mittwoch, 29. August 2012

Grillen

Lamm
Kalbfleisch
Pouletbrust
Trutenschnitzel
Bündnerfleisch
Cervelas und Knoblauchwurst

Lachs
Goldbutt
Kaviar
Forelle Markbein
Schweinskotlett
Stotzenplätzli Magerspeck
Schweinshals Haxen Leber Herz
Brustspitz Rippli Nierenstück
geräuchert geschnetzelt gesalzen gekocht

Oberschenkel
Unterschenkel
Halssteak Wädli ohne Bein
Schweinsfüss Schnörli Schwänzli Züngli
Schulterbraten Krustenschinken Pferdehüften-Medaillon
Rinder-Siedfleisch Suppenknochen Cordon bleu Pastrami Roastbeef
Entrecote Mostbröckli Hackfleisch Pouletschenkel ohne Haut gewürzt gepökelt Hobelfleisch
Tessinerplatte Bauernspeck Kaninchen Wachtel Ente Reh Fleischkäs Flügel und Filet Lammragout
Hamburger Bratwurst Knacker Trockenfleisch Pastetchen Saucisson Blutwurst Leberwurst Lyoner
Rohschinken Ofenschinken Fürstenschinken Hinterschinken Gewürzschinken Chämischinken

Landrauchschinken und Landjäger
Försterknebel Hirschsalsiz Rehpfeffer Rindsgnagibein
Gelatine Chicken Nuggets Fischstäbchen Salami Sushi Suppenhuhn
Rohessspeck Frühstücksspeck Kräuterspeck Lammrücken Rollschinken Zungenwurst
Crevetten Kalbsbrät Sülze Kutteln geräuchertes Euter Kalbskopf gewürfelt und Ochsenschwanzsuppe


Was man nicht alles kaufen will
Hauptsach' billig, Hauptsach' viel
nicht mehr ein Tier, nur Ware ist's
und wie es lebt, wen intressiert's?

Freitag, 24. August 2012

Was taten sie Böses

Was tat Böses der Hase,
dass hinter Gittern er fristet
ein kurz, einsam Dasein?

Was die Kühe, angekettet,
die Hühner, eingesperrt,
der Hengst im engen Pferch?

Welch Vergehen wird dem Wolf
zu Last gelegt auf dass er
ausgerottet wird im ganzen Wald?

Welch Schuld trifft die Ratte,
gefoltert, den Maulwurf, vergast,
die wilden Rehe, erschossen?

UNschuld - doch dienlich den Menschen
scheint ausreichend Grund.
Für jedes Verbrechen.


Dienstag, 21. August 2012

Pouletproduktion

Kopf an Kopf
An Kopf an Kopf
Scharren, Schreien,
Kratzen, Krächzen,
Köpfe, Kämme,
Flügel, Federn,
eng gedrängt, gedrückt
an Wände, Boden.

Kein Licht, keine Luft,
kein Geräusch, kein Geruch
dringt hinein noch hinaus.
Eingeschlossen, eingesperrt,
in Reih und Glied,
Gedränge, Geranke
Dreck an den Füssen,
Kot und Kadaver.

Starre, stumme Blicke
leerer Augen, Ängste,
rastlos, niemals Ruhe,
mutlos in der Masse.

Qual, kein Platz.
Hast, keine Hoffnung.
Leiden, kein Leben.
Kämpfen, Verrecken. 


allen Tieren in Massentierhaltungen gewidmet

Sonntag, 19. August 2012

FIGUREN VI

Salvete! Es bleibt mir nun noch die letzten Occultatores vorzustellen - die Tiere, die derart verwandelt wurden, dass sie andere Tiere über seeeehr weite Strecken transportieren können:

SEMIRAMIS
Wanderfalkin, Occultator
"Für Khasarpana hatte sich nichts Grundsätzliches verändert, sein Verhalten war das Gleiche wie vor der Verwandlung, ausser eben dass er jetzt nicht mehr schnell flog, um schneller als die anderen zu sein, sondern dass er m i t den anderen flog. Nur Semiramis flog ihm manchmal davon: Er hatte grossen Respekt vor ihr, ganz anders als früher."

KOU MANG UND JU SHOU
Rotmilane, Occultatores

"Shoshana sah Cihuacoatl an, Ta-shih-chih sah Shoshana an, Pilawa sah Ta-shih-chih an. Geschäftig flog ein Rotmilan, vermutlich Kou Mang, über sie hinweg."
Namenserklärungen: "Sendboten des chinesischen Himmelsgottes; ersterer verheisst Glück und langes Leben, während Ju Shou Strafe und Unheil verkündet. Ihr gemeinsames Attribut ist der doppelte Drache. Kou Mang wird dem Frühling und dem Osten zugeordnet, Ju Shou dem Herbst und dem Westen."
ANSHI
Finnwal, Occultator
"Anshi, plötzlich wutentbrannt, was Shoshana bei ihr noch nie erlebt hatte, schwamm darauf zu, schlug mit aller Kraft mit ihrem grossen Kopf gegen das Schiff, sodass es beinahe umkippte und heftig zu schwanken begann, obwohl es riesig und schwer wirkte."
Anführer der Blau-Weissen Delfine, Occultatores

"Osiris ist ein Delfin, antwortete Dimitri an Baschamums Stelle mit leicht gerümpfter Nase. Er und seine Truppe zusammen mit der Finnwalin Anshi stopfen das wenige Wasser, das es in Stella Misericors gibt, voll mit halb ausgestorbenen Haien und Muscheln und schleimigen Seeigeln."
"In der altägyptischen Religion der Sohn des Erdgottes Geb und der Himmelsgöttin Nut. Der Fruchtbarkeitsaspekt zeigt sich in der Verbindung mit der Nilflut. Als "das ewig gute Wesen" hat er den Namen Wennofer. Als Herr der Unterwelt vertritt Osiris die Sonne in ihrer nächtlichen Form; ja selbst im Mond wollte man ihn wiedererkennen, wobei die Mondphasen als Hinweis auf des Gottes Sterben und Wiederauferstehen gedeutet wurden."


Hiermit beende ich die Figurenvorstellung. Eine ähnliche Zusammenstellung, zum Teil durch genauere Charakterisierungen ergänzt, findet Ihr auf facebook (Stella Misericors). Ich danke herzlichst für Eure Ausdauer und hoffe, es gab Euch einen gewissen Eindruck von meinem Buch. Valete!

(PS: Zögert ja nicht, mir Fragen zu stellen, falls welche auftauchen, auch zu ganz alten - und doch im Grunde noch recht jungen - Posts!!!)

Donnerstag, 16. August 2012

In Gedenken an sie

Hallo meine lieben Leser!

Mit den Figuren - man will es nicht glauben - bin ich jetzt dann bald durch, es sind zwar noch nicht ganz alle vorgestellt worden, aber zuviel will ich ja auch nicht verraten. ;) Jetzt wo ich sie so alle nacheinander aufgelistet habe, dünkt es mich erst, dass es eigenlich für so eine bescheidene Geschichte schon eine ganze Menge sind... Und da ist mir sogar bei der Vorstellung auf facebook das eine oder andere Mal ein Fehler passiert, was mir äusserst peinlich ist und mir Leid tut. Vielleicht habe ich etwas die Übersicht verloren bei all den Communes und Occultatoren etc., vielleicht sollte ich das Buch auch mal wieder lesen. :D Eine Autorin, die ihr eigenes Buch nicht mehr kennt, wer hat das schon gehört. Nun, Ihr solltet wissen, dass ich ein sehr, sehr vergesslicher Mensch bin...

Auf alle Fälle habe ich mir etwas Neues ausgedacht, um diesen Blog weiter mit Inhalt füttern zu können, einigermassen interessantem hoffentlich... Am liebsten würde ich so ein Blook schreiben, Ihr wisst schon, ein Buch, von dem man jede Seite gleich auf dem Blog veröffentlicht - aber dafür reicht meine Zeit momentan schlichtweg nicht, und die Muse dazu fehlt mir leider auch etwas... Deshalb will ich mich an etwas bescheidenerem versuchen: Gedichten. Sie sind auch eine grosse Leidenschaft von mir, die ich bisher erst wenig ausleben konnte. Und im Zusammenhang mit den Themen, die ich in "Stella Misericors" behandle, kreisen in meinem Kopf tausende Gedanken, Ideen, und Gefühle bewegen mich, die bloss darauf warten, in Worte gefasst und mitgeteilt zu werden. Vielleicht finden sie bei Euch ja ein offenes Ohr...?

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

In Gedenken an sie

Ein winziges, goldgelbes Küken.
Ein Kalb, sein flauschiges Fell noch nass vom Blut.
Ein blinder Welpe, ein schwarzes, tapsiges Kätzchen.

Sie alle sind geboren zu sterben,
ein Atemzug, ein Augenblick auf dieser Welt
ist ihnen vergönnt, bevor er sie trifft.

Der Mensch verurteilt
ohne Urteil, schickt sie
in den Tod, bedenkenlos.

Sie sind unnütz, lästig,
nicht wert, nicht einmal wert
einen einzigen
weiteren
Gedanken.

(Diese Worte möchte ich den Millionen und Milliarden Tierbabies widmen, die gleich nach der Geburt getötet werden, Kälber von Milchkühen (natürlich vor allem männliche), männliche Küken, die Jungen von Katzen und Hunden, die von den Besitzern eigentlich nicht gewünscht worden sind. Beseitigt, und alle sind zufrieden. Problem gelöst.)

Mittwoch, 15. August 2012

FIGUREN V

Salvete!

Hier folgen noch die Beschreibungen der weiteren Liberatoren (Befreier) und Nuntii (Boten) und noch einiger ganz schräger Figuren... Viel Spass beim Lesen und Bestaunen :)

IMDUGUD
Gleithörnchen, Liberator
"Die Gleithörnchen huschten an Shoshana vorbei - sie riss erstaunt die Augen auf, als Imdugud neben ihr wie selbstverständlich die Wand hochlief und an der Decke oben weghuschte wie eine Spinne."
 Namenserklärung zu Imdugud: "Teils dämonisches, teils Gott zugeordnetes Wesen der altmesopotamischen Mythologie in Gestalt eines löwenköpfigen Adlers. Als unheilvolle Macht bedroht es die Haustiere."

PAZUZU
Bienenelfe, Nuntius
 "Jäh drehte Shoshana sich um, denn sie hatte einen Ruf vernommen: Pazuzu war es, der geschwind auf sie zuflog."
"Altmesopotamischer Dämon mit vier Flügeln und fratzenhaftem Gesicht; er war Repräsentant des Südost-Sturmwindes und gefürchtet als Krankheitsbringer."
TSAO
Seychellenfrosch, Nuntius
"Das kleine Tierchen war winzig klein. Als Shoshana sich näher dran beugte, sah sie, dass es ein Frosch war, jedoch mit sechs Beinen – wie eine dicke Spinne."

PHAÉTON
Trampeltier, kann über Wasser laufen!
"Sie fühlte sich sofort vollkommen wohl und sicher zwischen den Höckern des riesigen Tieres, fasste aber trotzdem in das flauschige Fell, als Phaéton sich umwandte, in seinem Schaukelgang den Strand überquerte und, ohne zu zögern, auf die Wellen trat, und sie schaute mit etwas mulmigem Gefühl auf das Wasser hinab."
"'Der Leuchtende', Sohn des griechischen Sonnengottes Helios, der ihm die Erlaubnis gab, einmal den Sonnenwagen zu lenken. Da Phaeton zu schwach war, die feurigen Sonnenrosse zu zügeln, kam er der Erde zu nahe und verursachte einen grossen Brand."

SUAIXTIX, QUIRITIS, ZHOU, SCHALA
Guanakos, können über Wasser laufen!
"Ich warne dich, Katze, zieh ja deine Krallen ein oder ich werfe dich ins Wasser. - Aua! Nicht noch stärker kratzen! Angsthase!"
"Suaixtix: Bezeichnung der Sonne und Name des Sonnengottes bei den alten Preussen (Pruzzen).
Quiritis: Von den italienischen Sabinern verehrte Schutzgöttin der Mütter; sie entsprach in etwa der Juno.
Schala: Altmesopotamische Göttin, Gemahlin des akkadischen Wettergottes Adad oder des von den Westsemiten übernommenen Dagan."

--> Die Namensbeschreibungen stammen aus dem "Lexikon der Götter und Dämonen" von Manfred Lurker (Alfred Kröner Verlag, 1984).
--> Weitere Informationen und Beschreibungen zu den Hauptcharakteren gibt's hier: www.facebook.com/StellaMisericors 

Valete!

Sonntag, 12. August 2012

TIERE ESSEN

"Nach dem ersten oder höchstens zweiten Stromstoss, der das Schwein hoffentlich bewusstlos gemacht hat, wird es an den Füssen aufgehängt und 'gestochen' - am Hals aufgeschnitten -, damit es ausblutet. Danach wird es in den Brühkessel gesenkt. Wenn es wieder herauskommt, sieht es längst nicht mehr so nach Schwein aus - glatt und glänzend, fast wie Plastik."

Dieses Zitat stammt aus dem Buch "TIERE ESSEN" von Jonathan Safran Foer, erschienen 2009. Er leuchtet darin in journalistischer Präzision, unterlegt mit hervorragend recherchierten Fakten die Situation der Massentierhaltung in den USA aus - dabei betont er, dass die Lage in Deutschland der amerikanischen am meisten ähnelt ("etwa 98 Prozent aller Hühner und Schweine, die für den Verzehr bestimmt sind, stammen in Deutschland aus Massentierhaltung"). Interessant ist, wie er überhaupt dazu kam, ein solches Buch zu schreiben: Als Teenager und Student war er mehrere Male für relativ kurze Zeit Vegetarier, doch irgendwann verflüchtigte sich das bewusste Essen in dieser Hinsicht - er dachte einfach nicht mehr daran. Es schmeckte einfach gut. Und dann, als er Vater wurde und sich intensiv Gedanken machte über seine und seiner Familie Ernährungsweise, stellte er sich die ach so simple Frage: "Warum essen wir Tiere?"

Und damit verbunden natürlich einen Haufen weitere: Das Fleisch - "wo kommt es her? Wie wird es produziert? Wie werden die Tiere behandelt, und inwieweit ist das wichtig? Welche ökonomischen, gesellschaftlichen und umweltrelevanten Auswirkungen hat das Essen von Tieren?"

"Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wie sie leben und sterben?"

 Das Buch gibt einem sehr deutliche, genaue Eindrücke - ausnahmslos tief erschütternde, schockierende, in verzweifelte Wut versetzende Eindrücke. So läuft das also. Ich bin mir sehr sicher (hoffentlich bin ich nicht allzu gutgläubig), dass, wenn jeder Amerikaner, jeder Europäer dieses Buch einmal lesen würde, sich die Situation auf alle Fälle ändern würde - denn die Nachfrage bestimmt das Angebot, und Fleisch von solchen Tieren, die ein dermassen grässliches Leben erleiden, Fleisch, das vollgepumpt ist mit Medikamenten, die die Tiere vor dem 'zu frühen Ableben' durch Infektionen 'bewahren', dieses Fleisch kann unmöglich das sein, was man essen will. Unmöglich.

Am meisten in mein Gedächtnis geprägt hat sich eine ganz bestimmte Stelle des Buches, nämlich eine Doppelseite, auf die ein Rechteck mit dickem schwarzem Rand gedruckt ist. Der Text dazu lautet: "In einer typischen Legebatterie hat jedes Huhn 0,043 Quadratmeter zur Verfügung - so viel wie dieses Rechteck. Die meisten freilaufenden Hühner in den USA haben ungefähr genauso viel Platz." Da braucht es keinen weiteren Kommentar, oder?

Weil ich diesen Mann, der sich "mit Leib und Seele in sein Thema stürzte, auf eigene Faust recherchierte, nachts in Tierfarmen einbrach, einschlägige Studien konsultierte und mit zahlreichen Akteuren und Experten sprach", um möglichst viel von der sorgsam behüteten Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, und der schliesslich ein so flüssig zu lesendes und gleichzeitig so aufrüttelndes Buch zustandebrachte, derart bewundere, möchte ich diesen Post mit seinen Worten beenden:

  • "Moderne Angelschnüre können bis zu 120 Kilometer lang sein - die gleiche Entfernung wie vom Meeresspiegel bis zum Weltraum."
  • "Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung trägt 40 Prozent mehr zur globalen Erwärmung bei als der gesamte Transportverkehr weltweit; sie ist die Ursache Nummer eins für den Klimawandel."
  • "Für die Ernährung des durchschnittlichen Amerikaners sterben insgesamt 21'000 Tiere."
  • "Fast ein Drittel der Landoberfläche unsers Planeten wird für Viehzucht genutzt."
  • "Weniger als ein Prozent aller für die Fleischproduktion geschlachteten Tiere in den USA stammt von Familienbetrieben."

"Wo wird es enden?"

 

Donnerstag, 9. August 2012

Massensterben

"Nach Schätzungen von Experten sterben täglich 100 Tierarten (überwiegend Insekten) aus. Zu den wichtigsten Ursachen für das Massensterben der Tiere zählen der Anstieg der Durchschnittstemperaturen, Umweltverschmutzung, Jagd (sowie illegaler Tierhandel), Schrumpfung des Lebensraums (Kahlschlag der Tropenwälder) und durch den Menschen verursachte Bioinvasion geografisch fremder Spezies." (science@home)
Das Aussterben gehört genauso zum Kreis des Lebens, der Evolution dazu wie die Entstehung von Arten. Als angehende Biologin bin ich mir darüber sehr wohl im Klaren, ich beschäftige mich eigentlich ständig damit. Nur ist es wohl eine Tatsache, wie auf der oben genannten Website schön beschrieben (science@home) und von zahlreichen Wissenschaftlern bestätigt, dass der Einfluss des Menschen in eben diesen Kreislauf signifikant ist, mit anderen Worten: Es ist nicht mehr die Natur, die selektioniert und somit vereinfacht gesagt die "Starken" überleben lässt und die "Schwachen" ausmerzt, sondern der Mensch - eine beängstigende Entwicklung.
"Der Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeer wird, wenn sich nichts ändert, bis zum Jahr 2012 ausgerottet sein." (wwf)
Beängstigend sind dabei viele Faktoren. Zum Beispiel bringt das Aussterben gewisser Arten ganze ökologische Gleichgewichte durcheinander (gerade in marinen Lebensräumen zeigt sich das ja bereits): Wenn ein Glied rausfällt, bricht das Ganze nach und nach in sich zusammen, wegen fehlenden Beutetieren sterben Räuber, wegen fehlenden Feinden vermehren sich Arten zu stark, welche die Vegetation wegfressen und somit andere Arten hungern lassen, etc. Natürlich geschieht das nicht von heute auf morgen, aber irgendwie wäre es mir lieber, wenn es gar nicht geschehen würde, nicht?
"Die Metzeleien an afrikanischen Nashörnern haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in Südafrika wurden in diesem Jahr mehr als 270 Tiere abgeschlachtet." (spiegel-online)
Gerade uns Biologen und solchen, die's werden wollen, liegt die Artenvielfalt natürlich sehr am Herzen. Im Regenwald ist sie erschlagend, gegen die polaren Gebiete nimmt sie stetig ab. Und gerade dort, wo das normale Leben eigentlich schon mehr einem ständigen, harten Kampf ums Überleben gleicht, schlägt sie am ärgsten zu, die Verwandlung des Klimas, in hohem Masse verschuldet durch unseresgleichen. Eisbären, Schneeleoparden, ihre Lebensräume schmelzen förmlich dahin. Aber auch viele andere Arten, die nur in überschaubaren Populationen vorkommen, trifft es zuerst. Nashörner zum Beispiel.
"Amphibien sind die am stärksten bedrohten Tiere der Erde. Die zu Lande und zu Wasser lebenden Arten leiden immer mehr unter den Umweltveränderungen vor allem durch den Menschen. [...] Von den auf der Welt bekannten 6285 Amphibienarten ist knapp ein Drittel (1895 Arten; 30 Prozent) vom Aussterben bedroht." (focus)
Wir hatten im letzten Semester eine spannende Vorlesung über Endemiten. Endemische Arten sind solche, die nur an einem Ort der Erde vorkommen, meist sehr begrenzt, auf einer Insel beispielsweise. Sie haben sich oft bestimmten ökologischen Nischen angepasst und sind selten wirklich durchsetzungsstark gegenüber anderen Arten. Nun, es ist offensichtlich, dass der Raubbau an der Natur wie zum Beispiel flächendeckende Rodungen zur Schaffung von nutzbarem Farmland endemische Pflanzen schnell aussterben lässt. Die weitverbreitete Meinung, dass die Endemiten am besten gedeihen, wenn das Land unter strengen Naturschutz, also quasi "unter Vakuum" gestellt wird, ist allerdings den neusten Untersuchungen zufolge falsch - unter gänzlich natürlichen Bedingungen gibt es immer leichte Schäden, Stürme, die Bäume fällen, Tiere, die Pflanzen fressen und beschädigen etc. Und dann geht es den Endemiten blendend, da dabei im Durchschnitt die starken Arten in demselben Mass reduziert werden wie sie. Ansonsten, bei totalem Abschluss, gewinnen die stärkeren, sich schneller verbreitenden Arten sehr rasch die Überhand, und die endemischen verschwinden von der Bildfläche. Also wäre mässige Nutzung des Landes am gesündesten für alle - natürlicherweise durch Tiere, tja, und wenn der Mensch diese schon ausgerottet hat, eben durch mässige Bewirtschaftung.

Warum erzähle ich das nun. Also ich möchte einfach nochmals den natürlichen Kreislauf aufzeigen, der ohne das Eingreifen des Menschen so reibungslos funktioniert. Aber klar - gegen Naturschutz habe ich grundsätzlich rein gar nichts einzuwenden, nur dass es bei Pflanzen anders funktioniert als bei Tieren, offensichtlich. Bei Tieren müssten wir eigentlich so bald als möglich so viele als möglich unter dicke, gepanzerte Glasglocken stellen. Unberührt von Menschenhänden hätten die einen oder anderen vom Aussterben bedrohten Arten vielleicht noch eine kleine Chance.

Für so viele ist es längst zu spät.

Zum Schluss möchte ich Euch diesen Link nicht vorenthalten (der mich übrigens auf das Thema dieses Posts gebracht hat): Einen Link, der einen über wundervollste Bilder staunen lässt und  gleichzeitig nachdenklich stimmen mag... -> aussterbende tiere
...
Rote Liste: Die am stärksten bedrohten Tiere - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/artenschutz/rote-liste-die-am-staerksten-bedrohten-tiere_aid_450466.html

Dienstag, 7. August 2012

FIGUREN IV

SRAOSHA
Dreihornchamäleon, kann lesen!!
"Sraosha kroch näher an sie [die Inschrift - Inscriptio] heran, wobei Shoshana erstaunt feststellte, dass sich ihre Hautfarbe an die leichteste Farbveränderung des Steins anpasste, und las sie vor."
 (Bild: de.wikipedia.org/wiki/Dreihorncham%C3%A4leon)
Und noch zu ihrem Namen: "In der altiranischen Religion zeitweise den Amesha Spentas nahestehend oder zugehörig; er personifiziert das „Gehör“ Ahura Mazdas, durch das der Gläubige Zugang zum Gott hat. Nach Sonnenuntergang behütet er die Schöpfung vor den dämonischen Mächten. Durch den Hahn ruft er die Menschen zur religiösen Pflicht."

Nun möchte ich Euch hier noch die anderen Immanes neben Cihuacoatl vorstellen:
 
NINOTSCHKA
Spitzmaulnashorn, Immanis
"Sie wurde in wenigen Sekunden breit wie ein Jeep und hoch wie eine Garage. Sie blieb in Bereitschaft, starrte in den Wald hinein."

APOPHIS
Rautenpython, Immanis
"Von hier oben aus waren die Riesenschlangen noch beeindruckender. Die gelb-schwarze Zeichnung der Rautenpython leuchtete ebenso wie die schillernden Schuppenplatten der Boa."
Apophis: "In der Finsternis hausendes ägyptisches Schlangenungeheuer, das den Sonnengott während seiner täglichen Fahrt bedroht"

KASHYAPA
Kragenechse, Immanis
"Ausserdem machte sich gemächlich ein Chamäleon auf den Weg über den Platz - es war so langsam, dass Shoshana hinter sich einen herrlichen Luchs, der sie aus gefährlichen Augen aufmerksam ansah, und eine Echse von der Grösse eines Pferdes mit einem riesigen, bizarren Kragen, welche an einen Dinosaurier erinnerte, erkennen und sich schon wieder von ihrem Schrecken erholen konnte, [...] bis das Chamäleon auf den Stein gekletter war und ebenfalls Shoshanas linke Hand betrachtete."

"Kashyapa: „Schildkröte“, in Indien zu den heiligen Sängern gehörend und als schöpferische Macht verehrt."

SMERTRIOS und ISCHTANU
Rodriguez-Flughunde, Immanes 
"Der Flughund war in wenigen Augenblicken da und umfasste mit seinen Krallen Shoshanas Schultern. Als nächstes spürte sie den Wind, leichten Wind von überall, dann kräftigen Flugwind von vorne, während Smertrios mit ihr Kreise über der Sterneninsel zog."
Namenserklärungen:
Ischtanu: "Hethitischer Sonnengott, hattisch Eschtan („Sonne, Tag“) genannt. Da der Sonnengott alles sieht, ist er Richter über Menschen und Tiere."
Smertrios: "Kriegerische Gottheit bei den Galliern. Auf einem zu Paris gefundenen Relief ist er als bärtiger Athlet dargestellt, wie er seine Keule über einer Schlange schwingt."

Und wie immer findet Ihr mehr Infos und z. T. Charakterisierungen der Figuren auf http://www.facebook.com/StellaMisericors

Sonntag, 5. August 2012

Das ewige Schreiben

Salvete!

Heute möchte ich Euch gerne meine Erfahrungen während dem Schreiben selbst etwas näher bringen.


Grundsätzlich ist das Schreiben eines – nämlich eine Gewohnheitssache. Natürlich braucht es eine gewisse Leidenschaft, den Willen, z. T. stundenlang an schwierigen Sätzen zu feilen, sich nicht kleinkriegen zu lassen, wenn eine Beschreibung mal wieder gar nicht so rauskommt wie geplant... Aber trotzdem, ich habe in der Schule schon immer gerne geschrieben, meine Aufsätze gehörten immer zu den längsten (nicht unbedingt den besten, da meist sehr eigenwillig), doch als ich das Buch zu schreiben begann, hatte ich meine liebe Mühe, bis ich mich an das stundenlange, ja gar tagelange Schreiben gewöhnte. Selten schrieb ich von Hand, meist direkt am Computer. Oft musste ich mir wieder in Erinnerung rufen, dass ich 'fantastisch schrieb', das heisst, dass ich nicht so logisch schreiben sollte, wie ich es häufig intuitiv tue: Fantasy muss – oder darf! – nicht immer Sinn ergeben, nicht immer logisch sein. Manchmal musste ich mich zusammenreissen und mich um schöne und vor allem vielfältige Sprache bemühen, denn es geschieht ab und zu, dass man zu sehr in einen Trott kommt und häufig dieselben Formulierungen gebraucht. Manchmal – vor allem nach längeren Pausen – musste ich mich aber zusammenreissen, um überhaupt etwas zu schreiben. Musste mich zuerst wieder richtig in die Geschichte reindenken. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Buch zu Ende gebracht hätte, wenn ich es nicht tun musste, da es ja Teil meiner Matura-Arbeit war. Wie gerne würde ich auch jetzt gerade wieder zu schreiben beginnen, aber ohne einen gewissen Druck ist es sehr, sehr schwierig.

Mein Stil entwickelte sich  – wie vermutlich bei den meisten richtigen Schriftstellern auch – von selber: Ich mag lange, geschachtelte oder aneinanderreihende Sätze, beschränkte mich in ihrer Verwendung aber auf bestimmte Teile des Buches wie Einleitungen von Kapiteln oder Stellen, an denen sie zum inhaltlichen Geschehen passten (z. Bsp. wenn sich kurze Handlungen in schneller Folge abspielen), da klar ist, dass sie manchmal mühsam zu lesen sind. Gerne verwendete ich auch öfters etwas paradoxe Ausdrücke (z. Bsp. samtige Augen), Parenthesen, Vergleiche oder Metaphern und allgemein viele Adjektive, da ich mich bemüht habe, malerisch zu schreiben. So erscheint mein Roman wahrscheinlich häufig blumig und etwas poetisch.

Dorothea Brande (1893-1948) ist die Autorin von 'Becoming a writer', einem sehr interessanten und hilfreichen Buch über das Schreiben und das Schriftsteller-Werden. Ich las darin, um Informationen für die Arbeit zu sammeln (nicht direkt wegen dem Schreiben des Buches, mehr für die Analyse, die ich auch noch machen musste... äh, durfte...). Ein Wort, welches Brande gerne benutzte, ist die ‚Magie‘ des Schreibers. Das gefällt mir sehr, die Vorstellung, dass wenn man richtig in seinem Element, dem Schreiben, ist, dass eine Art Zauber am Werk ist, unmerklich, die vieles plötzlich federleicht macht.
"There is a sort of writer’s magic. […] To be ready to learn it you will have to go by a rather roundabout way, first considering the main difficulties which you will meet, then embarking on simple, but stringently self-enforced, exercises to overcome those difficulties."
Das Schreiben ist im Grunde unheimlich schön, wenn man weiss, was man schreiben will. Gewiss gibt es Dinge, die einem leichter, und solche, die einem schwerer fallen. Ich fand es relativ schwierig, Untertitel zu finden, die den Kapiteln gerecht wurden. Die Einteilung des Buches in Kapitel wäre im Grunde nicht unbedingt von Nöten, weil sie eher unwillkürlich und aufgrund der Quantität geschah und die einzelnen Kapitel keineswegs immer nur ein grosses Ereignis beinhalten: Doch selbstverständlich wäre ein Roman ohne Kapitel kein Roman, schon alleine wegen der Unübersichtlichkeit. ;)

Zuletzt stelle ich noch die wichtigsten Hilfen vor, die mir das Schreiben erleichterten:
  • Ich habe auf einem A4-Blatt eine Skizze von meinem Buch aufgezeichnet, welche die einzelnen Kapitel und wichtige Zusammenhänge enthält: Sie war mir beim Schreiben die hauptsächlichste Stütze und liess mich die Übersicht nie verlieren.
  • Meine tierischen Inspirateure waren natürlich enorm wichtig. ;)
  • Musik ist bei mir der Schlüssel zum A und O - wenn nichts mehr geht, einfach die richtigen Töne spielen lassen, und plötzlich sprudeln die Worte nur so... Als Beispiele habe ich Euch hier ein paar Youtube-Links:
  • Hans Zimmer
  • Enya 
  • The Rasmus 
  • Mozart 
  • Apocalyptica 
  • Und last but not least: Die Personen, denen ich das Buch zum Lesen geben durfte und welche mir nachher hilfreiche Tipps und Verbesserungsvorschläge für einzelne Formulierungen oder Szenen unterbreiteten. Meinen Lehrern und Freunden bin ich sehr zu Dank verpflichtet!
Valete!

Freitag, 3. August 2012

FIGUREN III

SUMS
Bienenelfe, Nuntius
"Und plötzlich fiel ein kleines Etwas von schräg oben nach unten, stoppte jedoch genau vor Ta-shih-chihs Nase, denn es war eigentlich am Fliegen - dass heisst, es flatterte und flirrte, ohne dass man einen Körper erkennen konnte, ausser einem winzigen Kopf mit noch winzigeren Knopfaugen."
(Bild: Tier-Enzyklopädie)
 MONSUN
Pardelluchs, Liberator
"Ein Knurren kam tief aus seiner Kehle, er blieb stehen und schaute Shoshana ins Angesicht, der Blick aus den unendlichen, grauen Augen, der Blick der grossen, ovalen Pupillen war verzweifelt. Wäre er ein Mensch gewesen, er hätte vermutlich geweint."
(Bild: de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/350371)

 Liberatores sind die Befreier:  Sie besitzen 'einfahrbare' gewaltige, stahlharte Krallen an ihren Fingern, mit denen es ihnen ein Leichtes ist, jegliche Türen oder Käfige aufzuschlitzen, und die sie natürlich auch zur Verteidigung einsetzen können.

Und hier noch die restlichen der Communes (zusammen mit Ta-shih-chih und Baschamum sind es also sechs an der Zahl und decken fast alle Gebiete der Erde ab, um möglichst viele Tiere 'zum sprechen zu bringen'):
WAHIDA
Sumpfohreule, Communis
 "Plötzlich erhob sich ein grosser Vogel von einer Eiche nahe dem Platz, schwebte zu ihnen hin und setzte sich auf den Lapis. Es war eine Eule, die Ta-shih-chih als Wahida vorstellte."
(Bild: Tier-Enzyklopädie)
 AMMON
Polarhase, Communis
"Durch die jähe Bewegung alarmiert, war Ammon, der Hase, blitzschnell ein paar Meter weggehüpft und schaute nun schüchtern zurück."
(Bild: de.wikipedia.org/wiki/Polarhase)
"Griechische Namensform des ägyptischen Gottes Amon."
TIMOTHY
Gebänderter Krallengecko, Communis
"Die Tiere schwärmten sofort aus, Shoshana sah, wie Ammon durch die Porta Glaciei hüpfte und Wahida durch das Waldtor verschwand, während Timothy gen Wüste lief, in seinem schlängelnden Watschelgang."

 NARKISSOS
Marmor-Zitterrochen, Communis
"Im seichten Wasser erkannte Shoshana einen runden, dunkelbraun gemusterten Körper, der flach am Boden verharrte, und einen kurzen, leicht hin und her schaukelnden Schwanz."
"(Lateinisch Narcissus), Sohn des griechischen Flussgottes Kephissos und der Najade Leiriope, der sich in unbefriedigter Liebe zu seinem im Wasser erblickten Spiegelbild verzehrte, bis er schliesslich in die nach ihm benannte Narzisse verwandelt wurde."

Mehr Infos und z. T. Charakterisierungen der Figuren auf http://www.facebook.com/StellaMisericors

Mittwoch, 1. August 2012

Poesie


Salvete!
Wie es schon der erste Post dieses Blogs vermuten liess, bin ich ganz begeistert von der Poesie - so liess ich sie auch immer wieder in mein Buch einfliessen, um dem Ganzen noch etwas Würze zu verleihen. Gedichte sind auch Text, sind auch Sätze, sind auch Worte, und doch so völlig anders, eine komplett andere Weise, Gedanken zu formulieren und zu vermitteln. Ich denke, es ist die Kombination von zwei wesentlichen Charakterzügen, die ein gutes Gedicht ausmachen: Die schöne Sprache und die exakte Wortwahl. In mancher Hinsicht mag sich das widersprechen, da man zum Teil, beispielsweise beim Reimen, in der Wortwahl zugunsten der schönen Sprache eingeschränkt ist. Doch da beginnt eben die Kunst des Poeten.

Natürlich ist es Geschmacksache, aber ein Gedicht besticht normalerweise durch die wundervolle, klanglich abgerundete, stilistisch vollkommene Sprache, Worte, die perfekt zusammen passen und die einem noch lange in den Ohren nachklingen. Andererseits will der Dichter immer eine ganz bestimmte Botschaft rüberbringen, und dazu muss er mit den wenigen Sätzen, die ihm zur Verfügung stehen, den Kern der zu beschreibenden Sache treffen, direkt ins Herz zielen also.

In meinem Buch wollte ich zu Beginn viele Gedichte anderer Autoren einbauen, doch in der jetzigen Version ist nur noch eines übrig, nämlich

Winternacht von Joseph von Eichendorff

"Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künftger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen."

Dieses mag harmlos, schon hübsch, aber - wenn man ehrlich ist - nicht allzu vielsagend daherkommen, doch wenn man sich vorstellt, dass dieser Baum auf Stella Misericors steht, dass in seiner Rinde ein fünfzackiger Stern eingeritzt ist - Moment, wer hat denn da irgendwas ritzen können? Die Tiere kaum, gab es also andere Wesen, Ureinwohner dieser fremden Welt? Wenn ja, wo waren sie?? Und so sieht man den träumenden Baum plötzlich in einem anderen Licht.




Die anderen Gedichte in meinem Buch habe ich selber geschrieben, dass heisst, Baschamum hat sie gedichtet - ob sie gut sind, möge einer beurteilen, der in dem Metier versierter ist als ich. Jedenfalls macht es dem Elch Spass, das Dichten, und es bringt Abwechslung. Es sind wie nachdenkliche Verschnaufpausen mitten im Textfluss.



Eine andere besondere Form der Sprache in meinem Buch ist vertreten durch die Zitate aus Ovids fünfzehntem Buch der Metamorphosen (nämlich Pythagoras), 1 n. Chr.; den genauen Wortklang der Übersetzung findet sich im Internet auf http://www.textlog.de/35387.html und http://www.textlog.de/35387-2.html, wo J. H. Voss seine deutsche Fassung veröffentlicht hat (die mir von allen, welche ich gelesen habe, am besten gefallen hat).



Hier eine kurze Kostprobe (direkt aus dem Buch):

"Vier Grundstoffe bewahrt, die alles erzeugen, des Weltalls Ewiger Bau.
Irritiert blickte Shoshana ihn an. Er fuhr fort:
Zwei haben Gewicht: Mit der Erde die Welle, die gehen nieder zum Grund, von der eigenen Schwere gezogen. Ebenso viel sind ohne Gewicht und streben zur Höhe, frei vom Drucke: Die Luft und, reiner als jene, das Feuer. Daraus, wenn sie getrennt auch sind, nimmt seine Entstehung alles, in sie fällt alles zurück. Das zersetzete Erdreich löst sich in flüssiges Nass, und das flüchtig gewordene Wasser schwindet in Dunst und Luft, und wieder, enthoben der Schwere, schwingt sich die dünneste Luft in die Höhe zum feurigen Äther. Dann geht wieder der Weg rückwärts in der nämlichen Folge. Denn in die trägere Luft geht über verdichtetes Feuer; Wasser entsteht aus der Luft; zum Erdreich ballt sich die Welle.
Lass mich raten: Ovid?
Verum!
Es handelt von den Elementen der Menschen.
Bene! Anerkennend nickte der Elch mit dem Kopf.
War seeeehr schwierig zu erraten, mischte sich Dimitri ein.
Sie lagen gar nicht mal so falsch, die alten Griechen und Lateiner. Doch die wahren Elementa sind eindeutig unsere. Baschamum zwinkerte Shoshana verschmitzt zu."

Wie ich schon erwähnt habe, sind die Elementa der Tiere Luft (Aura), Wasser (Aqua), Gras und Wald (Planta), Sand und Stein (Harena) und Schnee und Eis (Glacies). Es mag verwirrend sein, auf den ersten Blick, dass Wasser und Schnee getrennte Elemente darstellen, doch macht dies doch aus den Augen eines Tieres Sinn, das entweder im Wasser lebt oder in polaren Gebieten, das nicht in physikalischen Vorgängen denkt. Für es sind dies zwei völlig verschiedene Medien.

GLACIES
 AQUA

 Valete!

Montag, 30. Juli 2012

FIGUREN II

CIHUACOATL
Bunte Regenbogenboa, Immanis
"Cihuacoatl sah ihr Lächeln so gerne, es war für die Schlange wie ihr persönlicher Sonnenaufgang. Sie züngelte an ihrer Wange, worauf das Mädchen sie ansah und sanft streichelte." - "Sie richtete sich auf und stiess nach dem Tortor, der zwischen den Felsen auftauchte, wobei sie eine kleine Steinlawine auslöste."
 "[Siuakoatl]: "Weibliche Schlange", in der Stadt Colhuacan verehrte Erd- und Muttergöttin. Sie half Quetzalcoatl bei der Erschaffung der ersten Menschen."

Immanes - die "Riesen": Sie haben die Fähigkeit, sich in Riesen verwandeln zu können, also ihre Körpergrösse zu verzehn- bis verzwanzigfachen. Auf Stella Misericors haben die Immanes vor allem eine Schützerfunktion, sie sind das lebendige Schutzschild gegen alles, was die Tiere womöglich bedrohen könnte...

AURORA
Pferd, übernatürlich schnell
"Sie hatte gedacht, jetzt würde sie blind werden, als er ihr seinen Stecken ins Gesicht schlug, doch es war knapp am Auge vorbeigegangen." - "Wenn der Körper auch nicht mithielt - das Laufen half ihrer Seele."
"(Auróra): Bei den Römern die Morgenröte und die Göttin, die sie heraufführt. (Bei den Griechen entspricht sie Eos.)"
 
KHASARPANA
Wanderfalke, Occultator
"Khasarpana glaubte an die Gemeinschaft der Tiere, in ihr steckte die entscheidende Kraft. Eigentlich komisch, dass er so dachte, ausgerechnet er - zum Totlachen."
 ""Der durch die Luft Gleitende". In weisser Farbe sitzt er auf dem Mond über einem doppelten Lotos. Sein Gesicht lächelt, die rechte Hand hält er in der wunschgewährenden Stellung, in der linken hält er einen Lotos."
Occultatores - die Verberger: Sie besitzen unsichtbare Hüllen, die sogenannten Tegimina, in denen sie Tiere tragen können, und sind zudem überdurchschnittlich gross und so stark, dass sie selbst einen Elefanten tragen könnten! Auch schnell sind die Wanderfalken, so schnell, dass sie während einem halben Tag einen Kontinenten überqueren können. Unter ihnen ist auch die Wanderfalkin Semiramis.
GERONIMO
Schabrackenschakal, mit Flügel!
"Geronimos Hundeaugen schauten Shoshana einen Moment prüfend an, dann drehte er sich um, nahm ein paar Sätze Anlauf und hob mühelos ab, während das Tegimen Shoshana umfing."

PILAWA
Emu, Tier-Lexikon-Wissen
"Weisst du, Shoshana, ich bin der grösste einheimische Vogel Australiens und gleiche grob einem Strauss, der jedoch von Afrika kommt und nicht näher mit mir verwandt ist. Willst du hören, wie ich zu Ta-shih-chih in die Sahara kam?"

Mehr Infos und Charakterisierungen der Figuren auf http://www.facebook.com/StellaMisericors

Sonntag, 29. Juli 2012

FIGUREN

Salvete!

Hiermit möchte ich mit der Figuren-Vorstellung beginnen! Dabei werde ich mich auf ein Bild, ein Zitat aus dem Buch und Erläuterungen zu den Namen und zu den lateinischen Begriffen beschränken, genauere Infos gibt es ansonsten auf der facebook-Seite www.facebook.com/StellaMisericors. Und ich möchte auch betonen, dass die Bilder Euch nur einen Eindruck geben sollen, dass Ihr aber beim Lesen des Buches Eurer Fantasie freien Lauf lassen solltet, und Euch so eine ganz eigene Welt aufbauen...

Ich hoffe sehr, dass es Euch Spass macht... wenn Ihr zu irgendwem eine Frage habt, bitte stellt sie mir unverzüglich!

Ich beginne natürlich mit dem Hauptcharakter, der 17-jährigen Shoshana (eine der wenigen menschlichen Figuren):

SHOSHANA
Mensch
"Es gibt einen einzigen Menschen, der euch helfen kann und muss. Er trägt das Mal des Sternes."

DIMITRI
Norwegische Waldkatze
"Er hat mir erzählt, dass ich ein Norwegischer Waldkater bin. Er hat auch gesagt, dass diese besonders stark und mutig und seeeehr selten sind." - "Unser Revier - riesig. Ein ganzer Kontinent, manchmal darüber hinaus."

TA-SHIH-CHIH 
Königsgepard, Communis
"In diesem Augenblick geschah etwas, was in der Gegend doch recht selten vorkam: Es erklang nämlich das kurze, knurrige, raue Lachen eines Gepards zwischen den schneebedeckten Bäumen."
"Auf Chinesisch bedeutet ihr Name "Die Stärkste" - so wird die weibliche Bodhisattva genannt (http://de.wikipedia.org/wiki/Bodhisattva), welche mit der Macht der Liebe das Karma-Gesetz durchbrochen hat und so den Geschöpfen den Ausweg aus dem Geburtenkreislauf eröffnet. Bildliche Darstellungen zeigen sie, wie sie die Seelen in Gestalt von Blüten im himmlischen Paradies empfängt."

BASCHAMUM 
Elch, Communis und spricht Latein
"Scias, quis sis, das solltest du deinen Freunden beibringen, wisse, wer du bist, Mensch. Du kannst gut angeben mit deinen Gütern, die niemand braucht, und deinem Wissen, das du nur zu häufig für schlechte Zwecke einsetzt, und andere unterdrücken, doch du bist ein Winzling gegenüber Natura."
"Altsüdarabischer Gott. Sein Name könnte von arabisch bashãm kommen; dies und ein alter Text, nach dem er zwei Steinböcke heilte, lassen ihn als einen Arztgott erkennen."

Ta-shih-chih und Baschamum bezeichnete ich als Communes - dazu eine kurze Erklärung: Die besonderen Tiere, die als erste nach Stella Misericors gelangten und verschiedene Gaben bekommen haben, können miteinander sprechen über Sermo Silentii - das 'Gespräch der Stille'. Es ist eine Art der Kommunikation, die über die Augen läuft und völlig lautlos geschieht, wie eine Art Gedanken-Sprechen. Die Communes - Lateinisch heisst communis 'gemeinsam' - haben nun die Fähigkeit, dieses Sermo Silentii an andere Tiere, die noch nie in Stella Misericors waren, zu vergeben, damit auch sie mit anderen Tieren sprechen können... (Shoshana ist übrigens der einzige Mensch, der Sermo Silentii kann!!)

So, bald fahre ich mit den nächsten Figuren fort...

Valete!